Einleitung
Willkommen in der Welt der eingebetteten Elektronik! Das erste Programm, das die meisten Menschen beim Lernen von Arduino schreiben, ist der Blink-Sketch. Es ist das „Hallo, Welt!“ der Mikrocontroller – eine einfache Möglichkeit zu überprüfen, ob dein Board, Code und Schaltung zusammenarbeiten. In diesem Tutorial bauen und simulieren wir die klassische Blink-LED-Schaltung vollständig in deinem Browser mit Velxio, dem Browser-basierten Schaltungs- und Mikrocontroller-Simulator mit SPICE-genauer Analogunterstützung. Keine Hardware erforderlich!

Schaltungsaufbau
Unsere Schaltung ist minimal: Wir brauchen nur ein Arduino Uno Board und seine eingebaute LED. Das Arduino Uno hat eine kleine LED, die mit digitalem Pin 13 verbunden ist, mit einem bereits auf dem Board befindlichen Strombegrenzungswiderstand. Das bedeutet, dass wir keine externen Komponenten benötigen – nur das Board selbst.
In Velxio kannst du ein Arduino Uno aus der Komponentenauswahl platzieren. Klicke auf die Schaltfläche Komponenten in der Leinwand-Symbolleiste, um das Komponentenauswahl-Modal zu öffnen, suche dann nach „Arduino Uno“ und ziehe es auf die Leinwand.

Sobald es platziert ist, erscheint das Arduino Uno auf der Leinwand. Die eingebaute LED ist mit „L“ in der Nähe von Pin 13 beschriftet. Es ist keine Verkabelung erforderlich, da die LED bereits intern verbunden ist. Wenn du jedoch eine externe LED verwenden möchtest, würdest du ihre Anode (langes Bein) über einen 220Ω-Widerstand mit Pin 13 und ihre Kathode (kurzes Bein) mit GND verbinden.
Code-Erklärung
Schauen wir uns nun den Code an, der die LED blinken lässt. Öffne den Code-Editor, indem du auf die Schaltfläche Code in der Editor-Symbolleiste klickst.

Der Code ist in Arduino C++ geschrieben und besteht aus zwei erforderlichen Funktionen: setup() und loop().
// Blink LED Example
// Toggles the built-in LED on pin 13
void setup() {
pinMode(13, OUTPUT);
}
void loop() {
digitalWrite(13, HIGH);
delay(1000);
digitalWrite(13, LOW);
delay(1000);
}
Lass uns das im Detail betrachten:
pinMode(13, OUTPUT);– Insetup()konfigurieren wir den digitalen Pin 13 als Ausgang. Das teilt dem Arduino mit, dass wir Signale aus diesem Pin senden möchten, nicht Signale einlesen.digitalWrite(13, HIGH);– Setzt Pin 13 auf 5 Volt (HIGH), was die LED einschaltet.delay(1000);– Pausiert das Programm für 1000 Millisekunden (1 Sekunde).digitalWrite(13, LOW);– Setzt Pin 13 auf 0 Volt (LOW), was die LED ausschaltet.delay(1000);– Eine weitere 1-Sekunden-Pause.- Die
loop()-Funktion wiederholt sich unendlich, sodass die LED kontinuierlich ein- und ausblinkt.
Ausführen der Simulation
Um die Simulation zu starten, klicke auf die Schaltfläche Ausführen in der Editor-Symbolleiste.

Velxio wird den Code kompilieren und die Simulation starten. Du solltest sehen, wie die eingebaute LED auf der Arduino-Leinwand jede Sekunde ein- und ausblinkt. Du kannst auch die Leinwand-Symbolleiste verwenden, um die Simulation zu pausieren, zu stoppen oder zurückzusetzen.

Wichtige Konzepte für Schüler
- Digitale Ausgangspins: Arduino-Pins können als Eingänge oder Ausgänge konfiguriert werden. Wenn sie als OUTPUT eingestellt sind, kannst du HIGH (5V) oder LOW (0V) schreiben, um externe Geräte wie LEDs zu steuern.
pinMode(): Setze den Pin-Modus immer insetup(). Das Vergessen kann zu unerwartetem Verhalten führen.digitalWrite(): Sendet ein digitales Signal (HIGH oder LOW) an einen Pin.delay(): Hält die Programmausführung für eine bestimmte Anzahl von Millisekunden an. Nützlich für Timing, blockiert aber andere Operationen.- Eingebaute LED: Die meisten Arduino-Boards haben eine LED, die über einen Vorwiderstand mit Pin 13 verbunden ist, was das Testen ohne zusätzliche Komponenten erleichtert.
Häufige Fehler und Debugging-Tipps
- Falsche Pin-Nummer: Stelle sicher, dass du die richtige Pin-Nummer verwendest. Die eingebaute LED ist an Pin 13, aber wenn du eine externe LED verwendest, überprüfe die Verkabelung.
- Fehlendes
pinMode(): Wenn du vergisst, den Pin als OUTPUT zu setzen, leuchtet die LED möglicherweise nicht. Füge immerpinMode(pin, OUTPUT);insetup()ein. - LED-Polarität: Bei Verwendung einer externen LED muss die Anode (langes Bein) zur positiven Seite (über einen Widerstand) und die Kathode (kurzes Bein) zur Masse. Ein Umdrehen beschädigt die LED nicht, aber sie leuchtet nicht.
- Kein Widerstand: Eine LED ohne Strombegrenzungswiderstand kann zu viel Strom ziehen und den Pin oder die LED beschädigen. Die eingebaute LED hat bereits einen Widerstand, aber externe LEDs benötigen einen (typischerweise 220Ω bis 1kΩ).
- Simulation läuft nicht: Stelle sicher, dass du auf die Schaltfläche Ausführen geklickt hast. Wenn die Simulation pausiert ist, klicke erneut auf Ausführen.
Vorgeschlagene Erweiterungen
Sobald das grundlegende Blinken funktioniert, probiere diese Änderungen aus:
- Blinkrate ändern: Ändere die
delay()-Werte, um die LED schneller oder langsamer blinken zu lassen. Versuche 500 ms oder 2000 ms. - Externe LED verwenden: Füge eine externe LED mit einem Widerstand an Pin 13 und Masse hinzu. Ändere den Code, um einen anderen Pin zu verwenden, z. B. Pin 12.
- Mehrere LEDs: Füge mehrere LEDs an verschiedenen Pins hinzu und erstelle ein Muster, wie einen Knight-Rider-Scanner.
- Dimmen mit PWM: Verwende
analogWrite(), um die LED ein- und auszublenden. Beachte, dass nur Pins, die mit~markiert sind, PWM unterstützen. - Tastersteuerung: Füge einen Taster hinzu, um die LED nur beim Drücken einzuschalten. Du musst einen digitalen Eingang mit
digitalRead()auslesen.
Aufruf zum Handeln
Bereit, es selbst auszuprobieren? Öffne das Live-Beispiel in Velxio und beginne mit dem Blinken: Blink LED auf Velxio. Keine Downloads, keine Einrichtung – nur dein Browser und eine Leidenschaft für Elektronik. Viel Spaß beim Blinken!